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Das Pölitz-Frühstück 18.05.2013

Das Pölitz-Frühstück 18.05.2013

Muttilein, nach einer Umfrage weiß nicht mal jeder zweite Deutsche, was Pfingsten los ist. Mit Weihnachten und Ostern siehts besser aus. Da wissense Weihnachten, das war was mit Kindergeburtstag und Ostern gibts Schokolade um die Eier. Aber was ist Pfingsten? ...  Was sagste? ... Pfingsten ist immer Stadtfest ... Siehste, da geht’s schon los. Pfingsten wird gefeiert, weil da von oben was gekommen ist. ... Nee, nicht Regen – Segen. Da fuhr der Geist von Oben in die Menschen unten. Und dann sind die Menschen gefahren. Erst ins Blaue, also ins FDJ-Hemd und dann nach Berlin. Zum Pfingsttreffen. Organisiert wurde das alles von einer Pfarrerstochter namens Angela Merkel. So ungefähr steht das in dem Buch. ... Nee, Muttilein, nicht in der Bibel, in der Biografie über die Merkel, die jetzt rausgekommen ist.  Da wird „enthüllt“, dass die Angela nur zur Tarnung Pfarrerstochter war. Eigentlich war sie nämlich „Reformkommunistin“. Das ist doch nun nichts Neues. Was habe ich dir damals schon immer gesagt, Muttilein? Die Merkeln ist das Trojanische Pferd bei der ganzen Vereinigung! Die hatte den Klassenauftrag in die CDU zu gehen und die Führung an sich zu reißen. Und das hat sie doch geschafft. Sie ist nach Honecker und Krenz die dritte FDJ-Funktionärin, die an der Spitze eines deutschen Staates steht. Und dafür wurde sie in der DDR gut ausgebildet. Zum Beispiel, was die Solidarität mit anderen Ländern betrifft. Die DDR hat immer Milch nach Kuba geschickt, oder Bleistifte nach Vietnam. Angela setzt diese Tradition fort und schickt Panzer nach Afrika oder U-Boote nach Israel. ... Warum? ... Na, Muttilein, weil sie als Sekretärin für Agitation und Propaganda in Moskau Lenin studiert hat: Imperialismus als letztes Stadium des Kapitalismus. Verstehste? Die Kriege, die mit den deutschen Waffen und U-Booten geführt werden, sollen dann nach Lenins Theorie umgewandelt werden in Bürgerkriege, die dann wiederum in der sozialistischen Revolution enden. Mit den Bürgerkriegen hat das auch schon geklappt. In Syrien, Libyen und Mali. Und sogar die Rettungsschirmtheorie hat sie in der DDR ausprobiert. Mit Blaubeeren! Die hat sie mit Kumpels gesammelt und dann an die Handelsgenossenschaft Obst und Gemüse verkauft. Für 4 Mark das Kilo. Weil Blaubeeren aber vom Staat subventioniert wurden, verkaufte die Genossenschaft das Kilo dann weiter für 2 Mark. Angela hat hinten für 4 Mark verkauft und ein Kumpel ist vorne rein und hat die für 2 Mark wieder gekauft. Und heute macht sie das mit dem Euro. Muttilein, bei solchen „Enthüllungen“, fällt es schon schwer zu glauben, dass zu Pfingsten der heilige Geist zu uns herunter gekommen ist. Er ist eher heruntergekommen.

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