Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN, Sören Herbst, hat eine Kampagne gegen die satirische Titelcollage unseres Spielplans März-April ins Leben gerufen und wirft der „Magdeburger Zwickmühle“ eine Relativierung des Holocausts vor. Dazu sei aus unserer Sicht gesagt:
Wer in dieses Titelbild derartiges hineininterpretiert, macht das nicht mit lauterer Absicht, zumindest aber in Unkenntnis dessen, dass es sich um eine satirische Collage handelt. Wenn Kunst nicht mehr überspitzen darf, dann kann man sie auch gleich verbieten. Uns ging es keinesfalls um eine Relativierung des Holocausts – so etwas kann nur jemand behaupten, der nicht weiß, welchen Inhalt unsere Kabarettprogramme haben. Sonst müsste er unsere Haltung zu diesem Problem kennen. Diese Collage soll auch in keiner Weise die Opfer des Holocaust verhöh-nen, wie uns unterstellt wird, sondern vielmehr ein Schutz der Hartz IV-Betroffenen sein, die unfreiwillig in diese Lage geraten sind, aber von der Politik immer mehr an den Rand eines „werten Lebens“ gedrängt werden. Wenn sich Herr Herbst darüber empört, sollte er sich auch dessen bewusst sein, dass es auch „DIE GRÜNEN“ waren, die die Hartz IV Gesetze mit auf den Weg gebracht haben. Herr Koch sagt, dass er Instrumente einsetzen will, damit Hartz IV nicht als angenehme Variante angesehen wird – darüber regt sich Herr Herbst offensichtlich nicht auf. Wir schon. Deshalb wollten wir diese Haltung satirisch überspitzt den Leuten vor Augen halten. Vor allem die Konsequenzen, die daraus entstehen können und welchen Leuten diese Art der Argumentation wirklich dienen könnte. Satire muss so etwas dürfen. Sie braucht aber nicht allen zu gefallen.
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"Ein Platz an der Tonne"
von dem die Presse nach einem Gastspiel in der Schweiz schrieb:"Politischer Biss, sprachlicher Feinschliff und intellektuelle Knacknüsse sind seit jeher Markenzeichen der Zwickmühle. Mehr Platz eingeräumt hat das Ensemble in seinem aktuellen Programm komödiantischen Elementen, sodass ein prickelnder Cocktail aus Hochgeistigem und guter Unterhaltung serviert wird." (Oltner Tagblatt)